Impfsituation im Landkreis Bernkastel-Wittlich

21/11/2021

Pressemitteilung

Impfsituation im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Bernkastel-Wittlich. Nach den Berichten von langen Wartezeiten an den Impfbussen im Landkreis Bernkastel-Wittlich, hat sich Landtagsabgeordnete Tamara Müller (SPD) umgehend mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit in Verbindung gesetzt. Nachdem auch bekannt wurde, dass das Impfzentrum Wittlich nicht zu denjenigen gehört, die am kommenden Mittwoch reaktiviert werden, hat sich die Abgeordnete über die Hintergründe dieser Entscheidung informiert.

,,Ich freue mich, dass die Bereitschaft sich impfen zu lassen in unserem Landkreis offensichtlich hoch ist. Daher muss es auch ein entsprechendes Angebot in Bernkastel-Wittlich geben, das über das niederschwellige Angebot der Impfbusse des Landes hinausgeht‘‘, so Müller.

Auf Anfrage hinsichtlich der Reaktivierung des Impfzentrums in Wittlich teilte das Gesundheitsministerium mit, dass allen Kommunen jüngst angeboten wurde, Impfstellen vor Ort zu betreiben. Bei den Landesimpfzentren stelle auch die Kommune das Personal. Die Kommune könne nun entscheiden, ob die Finanzierung analog zu den Impfzentren über das Land laufe oder ob eine Abrechnung über Kostenträger erfolgen soll.

Zum Hintergrund der Schließung der Impfzentren wird mitgeteilt, dass diesen durch die Entscheidung des Bundesgesundheitsministers im Sommer die Finanzierungsgrundlage genommen wurde, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen sei, dass seitens der organisierten Ärzteschaft eine Übernahme der Impfungen in den kommenden Monaten zugesagt wurde. Dies habe dazu geführt, dass 9 Impfzentren durch den rheinland-pfälzischen Ministerrat in den Standby-Modus gesetzt wurden, wovon nun 8 wieder unter zentraler Terminvergabe geöffnet werden.

,,In anderen Kommunen gibt es bereits regionale Konzepte und ich hoffe, dass auch hier in Bernkastel-Wittlich schnell eine gute Lösung gefunden werden kann. Hierzu stehe ich im engen Austausch mit dem Ministerium, welches auch sehr deutlich machte, dass es jederzeit für Gespräche mit den regionalen ImpfkoordinatorInnen zur Verfügung steht.‘‘

Auf völliges Unverständnis beim Ministerium stieß hingegen die aktuelle Entscheidung des Bundesgesundheitsministers die Auslieferung des Impfstoffs von BioNTech zu begrenzen. ,,Auch ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Jede Impfung zählt. Eine solche Entscheidung trägt nicht dazu bei, dass wir schneller beim Impfen vorankommen‘‘, so Müller.


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